Dass in der Kunst selber vom Mythos "Kunst und Wahn" schon längst Abschied genommen wurde, zeigt der Zusammenschnitt von Opernstücken von 1990 bis 1996, der vom Deutschen Musikrat im Jahr 2001 herausgegeben wurde. Das Ganze wird von der Herausgebern als "Irrenoffensive" bezeichnet und unter diesem Titel vertrieben. Der angebliche Wahn hat sich aufgelöst in Kunst. Dass Realität in Wahn und Nicht-Wahn differenzierbar sei, ist in der Praxis der Kunst dekonstruiert worden. "Irrenoffensive" wird zum Etikett und Aushängeschild des Musiktheaters.